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Roversommerlager 2009, Finnland

Helsinki und Espoo

Die Rover wollen nach Finnland, also schnell Rucksäcke gepackt ab in den Flieger gehopst und los?
Natürlich nicht. Wäre ja auch viel zu einfach. So Wandergepäck ist halt nicht so einfach in ein Flugzeug zu bekommen.
Zeltstangen mit Klebeband zum Paket verschnürt, Benzinkocher vorher tagelang auslüften lassen, Zeltbahnen ins Handgepäck, ...
Zum Glück waren die Sicherheitsmenschen am Düsseldorfer Flughafen sehr nett und geduldig und ließen uns und unseren ganzen Kram mitfliegen.

Vorschau

In Helsinki dann die erste Nacht auf einem Zeltplatz verbracht.
Nette Geschichte: Joram will nach dem Essen spülen. Aus Spaß ruft einer hinter ihm her "Der Topf muss glänzen!"
Wer unsere Töpfe kennt, weiß ja auch, wie diese aussehen. Schwarz und rußig von allen Seiten.
Nach 30 Minuten fällt uns ein: "Wo ist Joram eigentlich so lange?".
Der Topf war nicht mehr schwarz und ca. 200g leichter. :D

Ziel "Lake Boddom"

Vorschau

Wir wanderten ein Stück und fuhren ein bisschen Bus bis zum "Lake Boddom".
Dort angekommen stellt sich wie immer die Frage: Wo können wir schlafen?
Wir fanden ein großes offenbar schon lange verlassenes und unbewohntes Grundstück direkt am See und überlegten, wie wahrscheinlich es sei, dass der/die Besitzer in naher Zukunft hier wieder vorbeikämen.
Beim näheren "erforschen" des Grundstückes wurde die Nachbarin auf uns aufmerksam und erzählte uns, dass das Grundstück jemandem aus ihrer Familie gehörte und wir dort nicht nächtigen dürften. Allerdings könnten wir gerne bei ihr im "Garten" (oder besser gesagt im Privatwald) zelten.
Vorschau Wir durften sogar Paddelboot, Brunnen und Toilette mitbenutzen. Über so viel Luxus und Großzügigkeit noch ganz verwundert, bekamen wir einen Schlüssel in die Hand gedrückt, mit den Worten: "Ich muss morgen wieder arbeiten und fahre deshalb jetzt. Der Schlüssel ist für die Holzofen-Sauna, werft ihn einfach in den Briefkasten, wenn ihr abreist. Ansonsten bleibt, solange ihr wollt.
So verbrachten wir mehrere Tage mit Schwimmen, Saunieren, Paddeln, ... auf unserm eigenen kleinen Anwesen.

See mit grusel-Faktor

Um diesen See bei Espoo rankt sich eine Gruselgeschichte:

Der See wurde 1960 über Finnland hinaus bekannt, als am 5. Juni drei von vier am See zeltenden Jugendlichen ermordet wurden. Bei den Opfern handelte es sich um die zwei 15-jährigen Mädchen Maila Irmeli Björklund und Anja Tuulikki Mäki und um den 18-jährigen Seppo Antero Boisman. Nach Angaben des vierten Jugendlichen, des 18-jährigen Nils Gustafsson, der schwer verletzt wurde, wurden die vier von einem Mann überfallen. Da Gustafsson sich nicht mehr erinnern konnte, wurde er unter Hypnose gesetzt, woraufhin ein Profil erstellt wurde, aber Untersuchungen führten zu keinem Ergebnis. Aus diesem Grund entstanden Schauermärchen und Legenden um den See.
Vorschau Bei einer erneuten Untersuchung des Falls 2004 geriet der Überlebende der Tat, inzwischen 62 Jahre alt und mehrfacher Vater, durch die Auswertung alter DNA-Spuren unter Verdacht. Juni 2005 wurde bekannt gegeben, dass Gustafsson als mutmaßlicher dreifacher Mörder angeklagt wird. Über seine Schuld wurde im Spätsommer 2005 unter großer Aufmerksamkeit der Medien verhandelt.
Im Oktober 2005 wurde Nils Gustafsson freigesprochen. Das Gericht führte aus, dass die überwiegenden Beweise dafür sprechen, dass die Tat von einer unbekannten weiteren Person verübt worden ist. Der Bodom-Mord bleibt damit weiter ungeklärt.
Quelle: Wikipedia

Die aus der Geschichte folgenden Myhten mit Sensenmann, veranlassten uns zu der Sensenmann-Fotosession.

Mit Wanderschuhen und Rucksack in die "Gourmetpizzeria"

Aber irgendwann muss man auch mal wieder Richtung nach Hause und so packten wir wieder und fuhren am Tag vor unserer Abreise morgens nach Helsinki zurück. Den Tag verbrachten wir mit shoppen, bummeln und Stadtangucken.
Vorschau Jetzt hatten wir aber noch so viel Geld über, dass eigentlich für Unterkunft verplant war, wir aber dank des kostenlosen Wellness Urlaubes nicht verbraucht haben.
Also sollte es abends Pizza geben. Wir fanden aber nirgends eine günstige Pizzeria, die Platz hatte.
Wir fanden das Wort "Gourmetpizza". Die Preise waren trotzdem gut und als wir fragten ob sie Platz für 6 dreckige Menschen + Rucksäcke + Zeltstangen hätten bat man uns freundlich herein.
Der Widerspruch hätte nicht viel größer sein können. Drei verschiedene Weingläser pro Platz vs. Kluft und Wanderrucksack. Das nenne ich mal Gastfreundschaft! :)

Harry-Potter bringt uns nach hause

Da unser Flug der Erste morgens war, sollten wir um halb sechs am Flughafen sein. Da keiner lust hatte, so früh aufzustehen, gingen wir abends in die Mitterachts-Vorstellung von Harry-Potter (auf Englisch mit norwegisch/schwedischen Untertiteln). Dazu einen Eimer Popkorn und eine große Cola, wie es sich gehört.
Wanderrucksäcke kann man in Helsinki auch super mit ins Kino nehmen :)
Dann mit dem Nachtbus zum Flughafen und ab nach Hause. Schlafen kann man im Flugzeug.

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